Bildung und Wohnen

Selbständig leben

Das vielfältige Angebot des Bildungszentrums für Blinde- und Sehbehinderte, verbunden mit dem bewährten Förder- und Wohnkonzept des Internats der Hamburger Blindenstiftung, eröffnet Chancen für ein selbständiges Leben in der Gemeinschaft.

Koorperation von Bildungszentrum und Internat der HBS

In vielen Schnittstellen von Bildungszentrum und Internat ergeben sich Kooperationen durch: die schnellen Kontakte zwischen Lehrern und den Bezugserziehern; dem Informationsaustausch zu Schul- und Internatsgeschehen und das Leben in vertrauten Schüler- und Lebensgemeinschaften. Im Kollegium des Bildungszentrums arbeiten Pädagogen mit sonderpädagogischen und berufsbildenden Qualifikationen, Sozialpädagogen, Erzieher, eine Psychologin und eine Orthoptistin, Medienplatzassistenten für blinde Kollegen sowie eine Medienassistentin zusammen.

Internatskonzept

Schulbegleitend und während der (Ferien-)Freizeiten werden die im Internat lebenden Schüler von qualifizierten Pädagogen betreut. Zum Team gehören in der Sehbehindertenpädagogik erfahrenen Erzieher und Sozialpädagogen, ein Sportpädagoge, speziell ausgebildete Mobilitätstrainerinnen und Lehrerinnen für lebenspraktische Fertigkeiten.

 

Das Internat arbeitet nach einem Konzept, bei dem folgende Inhalte von besonderer Bedeutung sind:

Kooperation und soziale Kompetenz

  • gezielt um Hilfe bitten oder Hilfe ablehnen
  • sich in unbekannten Situationen mit sehenden fremden Menschen zurechtfinden
  • ein Leben in der Gemeinschaft mit anderen (Wohngemeinschaft, Partnerschaft) gestalten

Nach erfolgreichem Unterricht für lebenspraktische Fähigkeiten

  • sich im eigenen Haushalt selbst versorgen
  • ein eigenes Ordnungssystem entwickeln
  • Suchtechniken einsetzen
  • sich mit sich selbst beschäftigen

Selbst- und Fremdwahrnehmung

  • sein äußeres Erscheinungsbild individuell und ansprechend entwickeln
  • seinen Körper selbständig pflegen

Orientierung und Mobilität

  • seine Sinne zur selbständigen Orientierung sensibilisieren
  • Techniken zum Schutz des Körpers anwenden
  • sich mit dem Langstocktraining in fremder Umgebung zurechtfinden

 

Hamburgs kürzester Schulweg